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Tarifeinigung im öffentlichen Dienst, jedoch keine Verbesserung für Hartz-IV Aufstocker

Geschrieben von Stephan am Donnerstag, 25. Februar 2010 in Allgemein

Wie verschiedene Medien (Der Westen, Spiegel, Rheinische Post, Bild) berichten gibt es im öffentlichen des Bundes und der Kommunen eine Einigung im Tarifstreit.

Der vorgeschlagene Schlichterspruch sieht folgende Einkommensverbesserungen vor:



  • rückwirkend ab 01.01.2010 gibt es eine Erhöhung von 1,2 %

  • ab 01.01.2011 eine weitere Lohnerhöhung von 0,6

  • ab 01.08.2011 zusätzlich 0,5 %

  • eine Einmalzahlung i.H.v. 240 Euro

Zusätzlich soll der Anteil der Leistungsgerechten Bezahlung erhöht werden.


War mir gar nicht bewußt, dass die Angestellten und Arbeiter bisher schon Leistungszulagen bekommen haben. Ich vermute, dass den Angestellten und Arbeitern dies bisher auch nicht bekannt war. Das Leistungszulagen schlicht und ergreifend nicht ausgezahlt werden ist ja kein neues Phänomen, aber dass Verdi sich auf solche Versprechungen weiterhin einlässt, zeigt mir nur, wie weit diese Damen und Herren von den Mitgliedern entfernt sind und keinerlei Bodenhaftung mehr haben.


Man hätte ja denken können, dass Verdi aufgrund der seit 2005 anhaltenden Gespräche über die strittigen Eingruppierungen in die bestehende Entgeltordnung inzwischen schlau geworden ist, aber dem scheint ja nicht so.


Insgesamt halte ich das Ergebnis für einen ziemlich schlechten Witz, insbesondere für die unteren Gehaltsgruppen. Dabei scheint Verdi in keinster Weise zu realisieren, dass rund 10% der Hartz-IV Aufstocker Beschäftigte des öffentlichen Dienst sind. Man stelle sich das vor, der ach so priviligierte öffentliche Dienst muss Hartz IV beantragen. Dass sich Verdi und die Regierung nicht schämen!

Zuletzt bearbeitet am 26.02.2010 21:24

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4 Kommentare

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Ein_Kollege
25.02.2010 22:22

Ein_Kollege"Insgesamt halte ich das Ergebnis für einen ziemlich schlechten Witz, insbesondere für die unteren Gehaltsgruppen. Dabei scheint Verdi in keinster Weise zu realisieren, dass rund 10% der Hartz-IV Aufstocker Beschäftigte des öffentlichen Dienst sind. Man stelle sich das vor, der ach so priviligierte öffentliche Dienst muss Hartz IV beantragen. Dass sich Verdi und die Regierung nicht schämen!"

Nee, wie denn auch, Schamgefühl ist etwas, was erlernt werden muss. Und da haben die offensichtlich gefehlt. Schau dir z.B. mal den degenerierten PR bei der Landeshauptstadt an. Den kann man doch vergessen. PV sind da nichts anderes als ein Jahresrückblick von Nachrichten.

Grüße
Ein_Kollege

P.S.:
Ach übrigens; vielleicht ja was für eine neues Thema:
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/588271/bruederle-steckt-pkv-studie-giftschrank.html

Finde deinen Blog gut! (Antwort)

 
Ein_Kollege
25.02.2010 22:41

Ein_KollegeEin_Kollege
25.02.2010 23:22

Schau an, dein Blog wusste bereits in der Vergangenheit, was ich eine Stunde später schreiben werde. Meine Uhr zeigt jetzt 22:41 Uhr.

;D (Antwort)

 
Stephan
26.02.2010 20:11

StephanSiehste mal, da kann meine Homepage doch tatsächlich in die Zukunft sehen :-P

Dass die Personalräte nur noch zahnlose Tiger sind, dürfte aber auch daran liegen, dass das Personalvertretungsgesetz entsprechend geändert wurde. Aber selbst wenn z.B. unser Personalrat mal die Möglichkeit hätte etwas zu ändern, nickt dieser das nur ab.
Personalversammlungen gab es bei uns glaube ich das letzte mal 2008, selbst dass gibt es bei uns scheinbar nicht mehr.

Deinen Artikel werde ich mal durchlesen und mir mal ein paar Gedanken dazu machen. (Antwort)

 
Ein_Kollege
26.02.2010 21:24

Ein_KollegeJa, die Änderung des Personalvertretungsgesetz hat denen sicherlich den Rest gegeben. Frag mich aber auch manchmal, ob die dies ausreichend verteidigt haben.

Unter wikileaks gibt es derzeit sogar das Gutachten-kannst du ja mal prüfen!

schönes WE! (Antwort)

 

Antwort


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